Fakten zu Pflege und Beruf

Aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland müssen immer mehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Pflege von Angehörigen mit den beruflichen Anforderungen der Arbeitswelt in Einklang bringen. Ohne Unterstützung im Bereich Vereinbarkeit von Pflege und Beruf (auch als „Eldercare“ bekannt) scheitern jedoch viele.

Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind betroffen

Bereits heute gibt es mit rund 5 Millionen mehr pflege- und hilfsbedürftige Menschen als Kinder unter 6 Jahren in Deutschland - Tendenz stark steigend. Ein Großteil der pflegebedürftigen Menschen wird zu Hause gepflegt.

15-20% der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pflegen einen Angehörigen oder haben einen pflege- oder hilfsbedürftigen bedürftigen Menschen in der Familie.

Oft sind es die älteren und erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die betroffen sind – Firmenangehörige, auf die Unternehmen nur schwer verzichten können.

Die Belastungen durch die Pflege sind hoch

Die Pflege von einem Angehörigen ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch körperlich und psychisch sehr belastend. Erschwerend kommt hinzu, dass das Thema Pflege tabuisiert wird. Häufig wagen es die Betroffenen nicht, an ihrer Arbeitsstelle von den Belastungen zum Beispiel durch einen demenzkranken Angehörigen zu erzählen.

Die Folgen für die Gesundheit der pflegenden Angehörigen sind gravierend:

  • 17% der pflegenden Angehörigen leiden an Depressionen (bei Demenzerkrankungen bis zu 35%).
  • Die Zahl der chronischen und schwerwiegenden Krankheiten bei pflegenden Angehörigen ist bis zu 51% höher als bei einer Vergleichsgruppe.
  • Pflegende Angehörige leiden häufig unter dem Burnout-Syndrom.

 

Pflege und Beruf sind ohne Unterstützung nur schwer vereinbar

Für viele Arbeitnehmer hat die Doppelbelastung durch Pflege und Beruf dramatische Auswirkungen auf ihre Arbeitsstelle:

  • Die Arbeitgeber leiden unter einer reduzierten Leistungsfähigkeit und hohen Fehlzeiten ihrer Mitarbeiter. Viele verlieren wichtige Firmenangehörige.
  • Es entstehen hohe betriebliche Folgekosten von über 14.000 Euro pro Jahr für jeden pflegenden Mitarbeiter.
 

Die Zahlen und Fakten zu Pflege und Beruf machen deutlich, dass es für familienfreundliche Arbeitgeber sehr wichtig ist, die Sozialleistungen um den Bereich Pflege zu erweitern.

Durch die Zusammenarbeit mit Amiravita werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die von Pflegebedürftigkeit in der Familie betroffen sind, gezielt unterstützt.

 

Quellen und weiterführende Links